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von Mr. E-Watt am 29.Sep 2009 19:56

... dass es nicht am Sub sondern "nur" an den angeschlossenen Komponenten lag. Analog zu einer bekannten Fernsehwerbung für Hundefutter würde ich sagen: "Ist der Sub gesund, freut sich der Mensch!" :-)

Ob zwei Subs zu dominant wären, ist sicherlich zum einen eine Frage des persönlichen Geschmacks, und zum anderen eine Frage der Soziologie. D. h. fügt sich die Optik in die Wohnlandschaft ein, sind die Nachbarn auch wirklich alle schwerhörig oder oft weg, und vor allem: was meint eigentlich die (mehr oder weniger dominate) Göttergattin dazu? Das Interessante an der weiblichen Logik ist ja bekanntlich ihre invers zur männlichen Logik stehende Dialektik. Für Frauen ist ein Kleiderschrank und insbesondere ein Schuhschrank IMMER zu klein, wogegen ein Sub – und auch jede andere Lautsprecherbox – IMMER zu groß ist. Für Männer hingegen ist jeder Sub IMMER zu klein ... und was zum Teufel ist eigentlich ein Schuhschrank?

Ich persönlich habe meine beiden AW1000 (so ähnlich wie ein M11000) in einem 12 Quadratmeter kleinen Multimedia-Spielzimmer untergebracht. Nachdem der zweite Sub da war, überlegte ich damals, die Anlage auf vier Subs zu erweitern und einen Raumteiler einzuziehen. Hintergrund war der Vergleich mit einer Auto-Hifi-Anlage. Ein Auto besitzt ein Innenraumvolumen von ca. 3,5 Kubikmetern (bei Extremeinbauten mit einer Wand hinter der B-Säule ist es nur halb so viel). Mein "kleiner" Raum hat hingegen stolze 30 Kubikmeter. Wenn wir als Ausgangssituation nun eine gute Standard-Auto-Anlage mit zwei 30cm Subs im Kofferraum als Vergleich nehmen, so müsste ich ungefähr die zehnfache Menge an Subs (also 20) in meinen Wohnraum quetschen um auf das gleiche Raumvolumen-zu-Hubraum-Verhältnis zu kommen. Das würde jedoch wohl erhebliche Probleme mit der Soziologie bringen, denn es könnte sein, dass dann nicht nur die Hauptsicherung, sondern auch ich rausfliege.

Letztlich ist jedoch die resultierende Raumakustik entscheidend dafür, was überhaupt beim geneigten Zuhörer ankommt. Eine sinnvolle Anwendung für mehrere Subs bestünde beispielsweise in einem sogenannten "Double-Bass-Array". Dabei steht ein zweiter Sub direkt an der gegenüberliegende Seite des ersten Subs und wird zeitverzögert und mit inverser Polarität (sozusagen ein weiblicher Sub) betrieben. Dadurch löscht der zweite Sub die Schallwellen des ersten aus und vermeidet stehende Wellen und die damit verbundenen Überhöhungen oder Auslöschungen. Da die eingestrahlte Gesamtenenergie sich damit zu Null saldiert, ist diese Anordnung auch recht nachbarschaftsfreundlich.

Zu meinen eigenen (geplanten) Sub-Experimenten hat mich übrigens ausgerechnet die weibliche Logik inspiriert, und dabei insbesondere das Konzept des begehbaren Kleiderschranks. Umgerechnet auf die männliche Logik ergibt sich dabei automatisch der begehbare Sub (das Bild hatte ich hier im Forum schon gepostet). Eine Kabine mit rund 4 Kubikmetern und aktiver Schallauslöschung scheint mir derzeit die beste Lösung aller Bassprobleme zu sein – und ist in Grunde genommen doch auch nicht viel verrückter als ein begehbarer Schuhschrank, oder? Übrigens, die auf dem Bild gezeigte Variante wird es wohl nicht werden, sondern eher was mit vier Subs Vorne, vier Hinten und der Schlitz muss auch noch woanders hin (das ist dann wohl wieder so ein typisch weibliches Problem ...).


MfG,
Mr. E-Watt









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